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NACKENTROPFEN im Vergleich mit Stopmite

1993 stellte ich als Erster auf der Taubenmarkt-Messe in Kassel Ivermectin unter dem Namen ENDO ECTO vor. Damit sollten unsere Tauben
endgültig von den Qualen durch die gefürchtete Steißlaus erlöst werden. Die Wirkung des Produktes gegen innere und äußere Parasiten hatte
damals eine Dauer von ungefähr zwei Monaten, ohne dass es nennenswerte Nebenwirkungen gegeben hatte. Es folgten natürlich Kopien,
und inzwischen gebraucht die gesamte Taubenwelt „Avermectin“, und das häufig in Kombination mit Biociden (Permetrin) in Form der sehr
populären Nackentropfen (Tropfen für den Nacken). Im Laufe der Jahre entwickelten sich, wie zu erwarten war, Resistenzen, sodass die Dosis
um 50% oder mehr erhöht werden musste und wodurch auch weniger harmlose Nebenwirkungen auftraten.

 

Aktuelle Studien an Tauben in Bezug auf toxische (giftige) Wirkungen von Ivermectin ergaben besorgniserregende Feststellungen, darunter
eine ausgesprochen toxische Wirkung auf die Leber wie

  • Chromatin-Aggregation und Apoptose (Absterben der Leberzellen)
  • Schäden an Mitochondriën (Energiefabriken in der Zelle) mit gestörter Freisetzung von Energie
  • Oxidativer Stress und Entzündungen
  • DNA-Schäden, Gehirnschäden Schäden
  • Schäden an der Milz mit verminderter Immunität
  • Schäden an der Fruchtbarkeit des Vogels
  • Verminderte Nierentätigkeit
  • usw.

Dies sind ganz aktuelle Studien (*), die man nicht übersehen kann. So ist z.B. der Gehirnschaden (vor allem Sehnerv) an die Dosis gebunden.
Wenn es um Medikamente geht, die nicht für Tauben registriert sind, ist Wachsamkeit geboten.

Darum hat Comed intensiv daran gearbeitet, um ein vollwertiges und 100% sicheres Ersatzmittel zu entwickeln.

Es handelt sich um Stopmite, das über das Futter gegeben wird, wodurch das Nest, der Kot sowie der Atem und das Blut einen besonderen Geruch verbreiten, den die Parasiten meiden.

Um eine optimale Wirkung zu erreichen, sollte man auch ein bisschen Pulver unter die Nesteinlagenund Futterrinnen streuen.

Darüber hinaus hat Stopmite auch eine sehr positive Wirkung auf die Atmung und das ganz besonders bei Jungtauben.

 

(*) Die aktuellen Studien aus der Zeit zwischen 2013 und 2017

Effects of avermectin on immune function and oxidative stress in the pigeon spleen.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24412236

 

Avermectin induced liver injury in pigeon: mechanisms of apoptosis and oxidative stress.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24138898

 

Avermectin induced inflammation damage in king pigeon brain.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24134892

 

Autophagy response in the liver of pigeon exposed to avermectin.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26886445

 

Antioxidant response and histopathological changes in brain tissue of pigeon exposed to avermectin.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23943211

 

Clinical signs of ivermectin toxicity and the efficacy of antigabaergic convulsants as antidotes for ivermectin poisoning in epileptic chickens.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7631491

 

Avermectin induced global DNA hypomethylation and over-expression of heat shock proteins in cardiac tissues of pigeon.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28043331

 

Effects of avermectin on microsomal cytochrome P450 enzymes in the liver and kidneys of pigeons.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25194326

 

Autophagy is upregulated in brain tissues of pigeons exposed to avermectin.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25497772

 

Effects of avermectin on heat shock proteins expression and histopathology in spleen tissues of pigeon.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25446859